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Freie Wähler luden zur Podiumsrunde

Bürgermeisterbewerber vorgestellt
In ihrer Januar-Versammlung wandte sich die Freie Wählervereinigung Kolbermoor mit der ersten politischen Großveranstaltung im Wahljahr 2002 an die Bürger der Mangfallstadt. Dabei bot sie im mit etwa 200 Besuchern vollbesetzten Mareissaal auch erstmals allen vier Bewerbern für das Bürgermeisteramt Gelegenheit sich persönlich in Szene zu setzen und Publikumsfragen zu beantworten..(Die Lokalpresse berichtete.)
Rektor Claus Hardt stellte eingangs als FW-Moderator programmgemäß die 16 Stadtratskandidat(innen)-en der Freien-Wähler-Organisation in eindrucksvoller Power-Point-Präsentation in Wort und Bild vor.
11 Punkte-Programm der Freien Wähler Präsentiert
Anschließend sprach Günter Schirmer kurz über die Eckpunkte und Ziele des politischen Vereins, der sich zwar ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten, aber mit einer attraktiven Mannschaft und überzeugenden Sachinhalten im März den Kolbermoorer Bürgern wieder zur Wahl stellt. Nachstehend seine Kernaussagen:
1. Nach wie vor ist für die FW die bedarfsgerechte Entwicklung des Spinnereigeländes  ein wichtiges Anliegen. Für uns ist das Thema, entgegen anderweitig veröffentlichter Parteimeinung, noch nicht überholt und bietet vielfältigen Gestaltungsspielraum, der Verantwortung und Weitblick abfordert und die mündigen Kolbermoorer Bürger einbinden soll.
2. Ebenso sind die Hochwasserschutzmaßnahmen für die Stadt weiter ein heißes Eisen und müssen sowohl planerisch als auch finanziell in einem vertretbaren „Mangfall-Gesamtkon-zept“ gesehen werden.
3. Ähnliches gilt für die Verkehrsentwicklung und das bauliche Vorgehen in unserer Kommune, ist doch Kolbermoor die Gemeinde, die in der Einwohner/Flächen-Relation im gesamten Landkreis Rosenheim das engste Korsett an hat.
4. Einen Neuvorschlag bringen die FW mit dem Wunsch zur Einführung eines Bürgeramtes in der Stadt, mit dem klaren Ziel mehr Bürgernähe für den Einzelnen bei seinen Geschäftsgängen im Rathaus zu erreichen.
5./6. Die Gesellschaft unterliegt einem steten Wandel. Gemeinden und Städte müssen als letztes Glied der Selbstverwaltungskette – so sie schon nicht gesetzgebend und dadurch for-mend eingreifen können – an der Basis ausgleichend tätig werden. In diesem großen, verän-derten sozialen Aufgabenfeld sehen die Freien Wähler:
                  -    neue, gangbare Wege der Kinderbetreuung
- gezielte Kinder- und Jugendförderung in Freizeit und Ferienprogrammen
- und in Betracht einer sich allmählich auf den Kopf stellenden Alterspyramide auch sinnvolle Angebote für die ältere Generation durch Förderung von Seniorenaktivitäten
7. Nicht vom Tisch sind für uns die Probleme des Vereins- und Breitensports.  Hier sind aussagekräftige Bedarfsanalysen nötig, denen dann verbindliche Nutzungsangebote und
-zusagen folgen müssen!
8. Analoges gilt für das Kultur- und Vereinsleben  der Stadt. Eine begrüßenswerte Zentra-lisierung der Einrichtungen (Musikschule, Heimatmuseum und Bücherei-Neubau) ist stets durch das Mitwirken der FW vorangetrieben worden und wird weiter unterstützt.
9./10. Vier Mio. Arbeitslose bundesweit sind eine Schreckenszahl auf dem Arbeitsmarkt. Soweit die Kommune durch verträgliche Ansiedlung bzw. durch Förderung heimischen Gewerbes Einfluss nehmen kann, liegen Arbeitsplatzschaffung und – sicherung klar in unserem Zielspektrum. Aber, diese Anmerkung sei erlaubt, nicht entgegen eigengetroffener Beschlüsse und nicht um jeden Preis!
Mit zu diesem wirtschaftlichen Aspekt gehört natürlich die Konsolidierung des städtischen Haushalts, der ja für Jahrzehnte aufgrund der vielen Großprojekte einer Extrembelastung ausgesetzt ist. Auch im Wirtschaftsbereich verfügen die Freien Wähler über kompetente Mandatsträger oder –bewerber.
11. Übergeordnete Aufgaben, wie die vernünftige Zusammenarbeit mit der zweiten kommunalen Ebene erscheinen nur zu selbstverständlich. Dies gilt z.B. für die Abfallwirtschaft des Landkreises ebenso wie für den ÖPNV oder den Sachkomplex „Weiterführende Schulen“, ohne dass sich dabei die Kommunen zum bloßen Lastenträger abstempeln ließen .
Themenblöcke in der Bürgermeisterrunde
Über die Bedeutung und das politische Wirken der Freien Wählervereinigungen auf Kreisebene ging danach noch der FW-Kreis- und Stadtrat Dieter Kannengießer ein, ehe Podiumsmoderator Georg Huber (Redakteur) das Mikrofon übernahm.

Zunächst stellten sich die Damen Frau Sonja Weczerek (Republikaner), Frau Else Huber (Grüne Liste) sowie die Herren Peter Kloo (SPD) und Günther Zellner (CSU) mit ihrer Vita den Zuhörern vor.
In einer Abend füllenden Frage-Antwort-Runde (auch hier berichtete die Lokalpresse) gab es dann von den vier Amtsbewerbern Auskünfte über die Themenblöcke: Spinnereigelände, Schulsituation und Innenstadt-Belebung.
 Auch die Freien Wähler brachten als fünfte politische Kraft im Ort ihre sachlich geprägten Aussagen durch Spitzenvertreter den aufgeschlossenen Zuhörern nahe.
Internetportal der Freien Wähler seit 1999
Seit 1999 im Internet vertreten, bietet die FW-Vereinigung Kolbermoor sowohl ihre Liste der Stadtratskandidaten als auch ihre inhaltlichen Programmpunkte unter   www.freie-waehler-kolbermoor  allen interessierten  Bürgern an.
Terminhinweis: Am Montag, 18. Februar 2002, 20.00 Uhr im Mareissaal können Sie die Kreistagskandidaten der Freien Wähler/ÜWG kennenlernen. Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat Dieter Kannengießer wird auf  Eckpunkte der Landkreispolitik eingehen. Das Hauptreferat zum Thema „Der Bürger in der Verantwortung“ hält der Ehrenvorsitzende der Freien Wähler/ÜWG Dr. Martin Geiger, 1. Bürgermeister der Stadt Wasserburg a. Inn.

FW-Pressereferat
Weitere Infos: www.freie-waehler-kolbermoor.de