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Kolbermoorer Bürgerzeitung 2/1998:

Kolbermoorer Schulangelegenheiten aus der Sicht der Freien Wähler

In der letzten Stadtratssitzung gab der Sprecher der Freien Wähler Stadtrat Dieter Kannengießer zu den Kolbermoorer Schulangelegenheiten folgende Stellungnahmen ab:

Einführung einer sechsstufigen Realschule an der staatlichen Realschule in  Bad Aibling
Nachdem die staatliche Realschule in Bad Aibling an der Einführung der sechsstufigen Realschule interessiert ist, will der Landkreis als Sachaufwandsträger die Ansichten der zum Einzugsgebiet gehörenden Gemeinden erfahren. Eine Stellungnahme des Stadtrats sollte nach Ansicht der Freien Wähler nicht erfolgen, da weder die Ansicht der Hauptbetroffenen, also der Eltern der betroffenen Kinder bekannt ist, noch eine Stellungnahme der hiesigen Schulleitungen vorliegt. Selbstverständlich hat die Einführung des Schulversuches Auswirkungen auch auf die hiesigen Haupt- und Teilhauptschulen, da dies eine unbekannte Änderung des Schülerbestandes nach sich zieht. Schulpolitisch ist der zuständige Freistaat Bayern gefragt. Zu den Auswirkungen kann der Stadtrat jedoch aus den genannten Gründen keine Stellung beziehen.

Hauptschule Kolbermoor -Gutachten Standortuntersuchung
Künftig werden wir wohl bei der Vergabe von Gutachten etwas vorsichtiger sein müssen. Dieses Gutachten kommt in seiner Bewertung im Ergebnis wieder auf die Erfahrungen der Stadtverwaltung Kolbermoor und unserer Schulleitungen zurück. Dies bedeutet, daß eine neue Schule im Strukturgebiet wegen ihrer Lage vorzuziehen wäre, da nur dort später eine Erweiterungsmöglichkeit der Schule und Turnhalle sichergestellt ist. Wir wissen auch, daß diese bevorzugte Variante nur dann in Frage kommen kann, wenn die Grundstückangelegenheiten, also der Grunderwerb sichergestellt werden kann. Damit steht fest, daß die bisher für das Gutachten ausgegebene Summe von ca. 60.000 DM doch besser in direkten Maßnahmen für die Stadt angelegt gewesen wäre. Das Gutachten nimmt uns die künftige Entscheidung über diese Maßnahme nicht ab. Heute sollte gemäß der Diskussion im Hauptausschuß auch noch keine endgültige Entscheidung getroffen werden. Das Gutachten beschreibt auch die Gesamtkosten die bei den bevorzugten Varianten Neubau oder Erweiterung bei der Flurstraße zwischen 37,7 und 43,2 Mio. DM liegen. Die förderfähigen Kosten die eine Förderung von 12,6 und 13,1 Mio DM vorsehen, dürften mit 70 % Förderannahme zu hoch gegriffen sein . Offen gelassen wurde eine Finanzierungsbeschreibung der genannten Kosten. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die Struktur der künftigen Haushalte. Sollten wir also bereits im Februar oder März dieses Jahres die Entscheidung zugunsten der bevorzugten Variante eines Neubaues im Strukturgebiet treffen, müßten wir uns einigen Forderungen der dortigen Grundstückseigentümer beugen und eine gesicherte Finanzierung nachweisen. Die Standortvorteile für die Variante 1 (Strukturgebiet) sind so gravierend, daß die höheren Kosten gegenüber der Variante 2 (Flurstraße) in Kauf genommen werden müssen, wobei Einsparungen innerhalb des Projektes sicher möglich sind.

Klassräume für die Hauptschule ab Schuljahr 1998/99
Der Verwaltungsvorschlag sieht vor, daß Herrn Meixner von der städtischen Bauverwaltung beauftragt wird, unverzüglich Untersuchungen und Planentwürfe zur Lösung der Raumnot der Hauptschule zu erarbeiten. Daß nun doch innerhalb einer Woche seit der letzten Hauptausschußsitzung Lösungsvarianten vorgelegt werden ist Positiv zu werten. Die Freien Wähler stimmen dem Planungs- und Baubeschluß für 4 neue Klassräumen an der Nordseite der jetzigen Fahrradhalle in fertigbauweise  zu, ebenso dem Bau  von 2 Fertiggaragen an der Südseite. Damit soll die Raumnotsituation für die nächsten Jahre provisorisch gelöst werden.

Günter Schirmer FW Pressereferent