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Bürgerzeitung 02/1999

Freie Wähler zur letzten Stadtratssitzung

Freie Wähler lehnen Dringlichkeitsantrag der CSU ab
Nach dem Dringlichkeitsantrag der CSU, soll die Stadt Kolbermoor, aufgrund der Schul-raumprobleme des Landkreises in Bad Aibling, für eine eventuelle Umsiedlung der Wirt-schaftsschule in Bad Aibling die Fläche für ein Grundstück hierfür bereitstellen. Tatsächlich ist es jedoch so, daß sich die Schulraumproblematik auf die Gymnasien bezieht und dort Lö-sungen zu finden sind. Allgemein ist durch die geburtenstarken Jahrgänge ein Anstieg der Schülerzahlen zu verzeichnen, die erst ab dem Jahr 2005 wieder rückläufig werden. Der Landkreis Rosenheim als Sachaufwandsträger der weiterführenden Schulen hat in keiner Weise den derzeitigen Standort der Wirtschaftschule in Frage gestellt. Der Antrag der CSU wurde von den Freien Wählern daher abgelehnt.

Anmerkung: Es dürfte wohl an der Zeit sein, daß seitens des Freistaates Bayern endlich notwendige schulpolitische Entscheidungen, unter Einbindung der Sachaufwandsträger, getroffen werden. Es ist zwar derzeit die Einführung der sechsstufigen Realschule im Ge-spräch, jedoch von Reformansätzen für Gymnasien ist nichts zu hören.

Hauptschule mit Sportanlagen im Strukturgebiet ist erste Wahl
Der Standort einer neuen Hauptschule mit einer entsprechenden Schulsportanlage im Gebiet zwischen Brückenstraße und Carl-Jordan-Straße ist die erste Wahl. Nicht nur das überteuerte Gutachten des Büros Dress & Sommer bestätigten dies, sondern auch die Untersuchungen zum neuen Flächennutzungsplan. Mit Bestätigung der bisherigen Entscheidungen kann nun gehofft werden, daß die nötigen Restgrundstücke bald in das Eigentum der Stadt übergehen.

Schulwegsicherheit an der Grundschule Rainerstraße wird ernst genommen
Das Anliegen des Elternbeirates der Grundschule an der Rainerstraße wird ernst genommen. Ob die Sperrung der Rosenheimer Straße zwischen Albert-Loher-Straße und Rainerstraße für den Durchgangsverkehr machbar und sinnvoll ist, soll von unabhängigen Fachleuten geprüft und dann dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden.

Einrichtung einer weiteren Hortgruppe wird unterstützt
Um schulnahe Hortplätze zu schaffen, ist die Einrichtung eines Kinderhortes für die Kinder der Grundschule an der Rainerstraße nötig. Ebenso sehen die Freien Wähler die Notwendig-keit dieser Einrichtung aufgrund des gesellschaftlichen Strukturwandels insbesondere durch Alleinerziehende. Die Freien Wähler stimmen daher dieser Einrichtung vom Grundsatz her zu. Im Süden bestehen zwei Hortgruppen im Kirchenzentrum Widerkunft Christi, eine weitere entsteht im evangelischen Kindergarten an der Bodenseestraße ab dem Kindergartenjahr 1999/2000 gemäß dem Stadtratsbeschluß vom im 08.April 1998.
 

Dieter Kannengießer
FW-Stadtrat