zurück

Vereinssportflächen und Stadtentwicklung sind den Freien Wählern wichtig
 

In der Stadtratssitzung im Januar ging es unter anderem nochmals um die Vereinssportflächen. Hierfür stellten die Freien Wähler im Zusammenhang mit der Stellungnahme zur 25. Änderung zum Flächennutzungsplan – Auhof- folgenden Antrag:
Sportflächenbewertung liegt seit Mai 1998 vor
„Seit Mai 1998 liegt uns die Bewertung zum Flächennutzungsplan für die Sportflächen vor. Darin wurde die zentrale Fläche am neuen Friedhof aus den bekannten Gründen bevorzugt bewertet. Für diesen bevorzugten Standort wurden jedoch nie Grundstückverhandlungen eingeleitet.
Nachdem der Sportverein die Fläche am Auhof durch ein Kaufangebot der Firma Anterra als verfügbare Fläche sah, wurde hierfür beantragt, ebenfalls eine Flächenuntersuchung durchzuführen. Durch das Untersuchungsergebnis des Flächennutzungplaners wurde auch die Fläche am Auhof als mögliche, aber nicht bevorzugte Fläche für den Sport gewertet. Für beide Flächen wurde mit überwältigender Mehrheit ein Aufstellungsbeschluß gefasst.
Es wäre wohl im Interesse einer guten städtebaulichen Entwicklung, wenn in Richtung zentrale Fläche Grundstücksverhandlungen eingeleitet werden  könnten. Der Stadtrat sollte daher heute den Bürgermeister beauftragen, im Einvernehmen mit dem Sportverein, für die bevorzugte Fläche Grundstücksverhandlungen aufzunehmen. Ich bitte Sie, dieses Anliegen als Antrag zum TOP zu sehen.
Die Aufhebung des bisherigen Beschlusses (Ausweisung Auhofgelände) sollte nicht erfolgen, da der Stadtrat unmissverständlich mit dem Aufstellungsbeschluß sein Interesse an der Ausweisung von Vereinssportflächen kundgetan hat. Das Anliegen der Familie Müller wird sicher im laufenden Verfahren weiter zu berücksichtigen sein.“
Der Antrag der Freien Wähler wurde gegen 6 Stimmen angenommen.
Stadtentwicklung wichtig
Beim Abwägungsverfahren zur 24. Flächennutzungsänderung „Gewerbegebiet-Rasco“ sahen die Freien Wähler keine Möglichkeit die Abwägung mitzutragen. Hauptgründe waren: Nach Ansicht der Freien Wähler war der bisher erarbeitete Abwägungsvorschlag fehlerhaft und könnte dadurch zu Schadensersatzansprüchen gegenüber der Stadt und selbstverständlich gegenüber den Entscheidungsträgern führen.
Dies ergibt sich bereits aus dem Schreiben des Landratsamtes/Abt. Wasserrecht, in dem ausgeführt ist, dass die überplante Fläche in einem potentiellen Überschwemmungsgebiet liegt und eine Bebauung unterbleiben sollte.
Fehlendes Ortsentwicklungskonzept kritisiert
Die Abteilung Ortsplanung des Landratsamtes verwies darauf, dass ein Zusammenwachsen der Orte Kolbermoor und Rosenheim vermieden werden sollte und beurteilt das fehlende Ortsentwicklungskonzept in diesem Bereich sehr kritisch. Die Stellungnahme des Wasserwirtschaftsamtes vom 05.01.2001 wurde erst in der Sitzung am 31.01.01 ausgegeben. Für die Forderungen des Wasserwirtschaftsamtesauf Retensionsflächen  wurde im lediglich auf die Fristverlängerung verwiesen. Die bloße Annahme, dass die erforderlichen Retensionsräume im Bebaunsplanverfahren berechnet und nachgewiesen werden, dürfte nicht ausreichen, die Wasserproblematik wegzuwägen. Auch wenn aus einer der letzten öffentlichen Sitzungen bekannt ist, dass die Stadt auf Kosten des Steuerzahlers Ersatzflächen bereitstellen will, fehlt der Nachweis, dass die bekannten Erweiterungsabsichten der Fa. Rasco von 20.000 auf 50.000 qm hierdurch ebenfalls abgedeckt werden können und keine neuen Probleme aufwerfen. Ebenso problematisch ist die tatsächliche Nachweisung der naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen zu sehen. Die Straßenanbindung die evt. an die Untere Mangfallstraße erfolgen soll, kann so nicht nachvollzogen werden.

Dieter Kannengießer
FW-Stadtrat
Weitere Infos im Internet: www.freie-waehler-kolbermoor.de