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Herbstversammlung der Freien Wähler Kolbermoor

Bei der jüngsten Versammlung der Freien Wähler Kolbermoor wurden wieder aktuelle Themen der Kommunalpolitik diskutiert. Nachdem der Vorsitzende Alfred Thunig die Anwesenden begrüßt hatte blickte er noch einmal kurz auf die letzte Versammlung zurück, bei der vor allem das Thema Müllentsorgung in Kolbermoor heftig diskutiert worden war. Leider konnten hierbei noch keine Ergebnisse erzielt werden, da der Landkreis Aufgabenträger der Abfallwirtschaft ist und die Stadt nur bedingte Einflussmöglichkeiten hat. Die Freien Wähler wollen dieses Thema aber nicht aus den Augen verlieren und werden es in ihrer täglichen Arbeit weiter verfolgen.

Spinnereigelände – Bebauungsplan wird erst entwickelt

Auf großes Interesse bei den Anwesenden traf der Verkauf und die damit verbundene Entwicklung des Spinnereigeländes. Stadtrat Dieter Kannengießer ging hierauf noch einmal kurz ein und erläuterte, dass die Stadt auf eine Entwicklung von Ost (Brückenstraße) nach West wert legt, um zunächst die historischen Altbauten sowie die zukünftig gewerblich o.ä. zu nutzenden Gebäude zu entwickeln, bevor dann die Wohnbebauung vorgenommen wird. Ein konkreter Bebauungsplan liegt jedoch noch nicht vor, so der Stadtrat.

Kanalbrückenbau in 2005

Kannengießer wies auch darauf hin, dass im nächsten Jahr der Landkreis in Fortsetzung zum Ausbau der Brückenstraße die Kanalbrücke neu baut und hierbei ein erster Eindruck über die zukünftige Verkehrssituation in Kolbermoor entstehen wird. In der anschließenden Diskussion zu diesem Thema wurde durch Michael Eder ein Verkehrskonzept sowie die Planung einer dritten Überquerung über die Mangfall angeregt. 

Ganztagsschule als Ergänzung

In der von regem Interesse gekennzeichneten Versammlung brachte Alfred Thunig als weiteres Thema die derzeit im Rahmen eines Pilotprojektes laufende Ganztagesschule in Kolbermoor ins Gespräch. Stadtrat Günter Schirmer wies darauf hin, dass die Ganztagesschule kein Ersatz für die bewährten Schularten sein darf, sondern Ergänzend dazu installiert werden sollte.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem auf die Finanzierbarkeit solcher Projekte verwiesen. Dabei muss die Qualität der schulischen Ausbildung erhalten bleiben. Auch die Prognose der Entwicklung von Schülerzahlen war ein wichtiger Diskussionspunkt, da hier sowohl demografische als auch Bevölkerungspolitische Gesichtspunkte in die Planungen einfließen müssen.

Mehr Staus auf der Rosenheimer Straße

Zu guter Letzt wurde schließlich noch über den Abriss der alten Hauptschule in der Flurstraße und den damit verbundenen Verkauf des Geländes an die Firma Stangelmayer gesprochen. Dieter Kannengießer hob dabei hervor, dass es eminent wichtig war einen derart flexiblen Arbeitgeber, wie die Firma Stangelmayer, in Kolbermoor zu halten. Nach dem Abriss der Schule, warf Alfred Thunig ein, sieht man erst wie groß das Gelände eigentlich ist. Im Rahmen der Ausführungen von Dieter Kannengießer kam dann auch die Sperrung der Werkstraße zur Sprache, die, so waren sich alle einig, für deutlich mehr Staus auf der Rosenheimer Straße sorgen wird. Michael Kannengießer, der aus Karlsruhe berichtete, wo der Innerstädtische Verkehr überwiegend mit Straßenbahnen bewältigt wird, und Stefan Reischl waren sich einig, dass auch in Kolbermoor und Umgebung der öffentliche Nahverkehr ausgebaut und attraktiver gestaltet werden muss.

Die Freien Wähler werden diese und andere Themen weiter verfolgen und aufgreifen, um aktiv in die Stadtratsarbeit einzugreifen. Die nächste Versammlung wird, so wurde es beschlossen, das Thema Ganztagesschule noch einmal aufgreifen und nähere Informationen für die Bürger mit sich bringen.

Freie Wähler Kolbermoor

Michael Eder – Schriftführer