OVB-Bericht 04.08.2007

Freie Wähler hoffen auf Eigeninitiative

 

Kolbermoor - Bei der jüngsten öffentlichen Zusammenkunft der Freien Wähler wurde das Thema «Standortmarketing» besprochen.

(im Bild: vor der Veranstaltung Ortsbegehung der Innenstadt durch einige Mitglieder der Vorstandschaft)

Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat Alfred Thunig bezeichnete die Denkansätze von «außen» der damit beauftragten Firma Qualikom als positive Ergänzung der vorhandenen Infrastruktur. «Letztlich müssen jedoch die hier ansässigen Gewerbetreibenden ihre Vorschläge aus ihrer Orts- und Kundenkenntnis einbringen und die örtlichen Vereine und Kultureinrichtungen mit ihrem Wirken das Ortsgeschehen beeinflussen», so Thunig. Seiner Ansicht nach müsse man als Stadt das vorhandene Potenzial nutzen und selbst koordinieren.In seiner Kenntnis als Kolbermoorer Gewerbetreibender und Vorstandsmitglied des Gewerbeverbandes erläuterte Stefan Reischl einige durchgesetzte Veränderungen, aber auch noch Probleme, die es zu lösen gelte. Er nannte insbesondere einheitliche Beschilderungen und eine effektive Zusammenarbeit mit der Stadt.

Die Versammlungsteilnehmer waren sich darin einig, dass das bisher kostenfreie Printmedium «Kolbermoor Bürgerzeitung» für alle Bürger eine Bereicherung dargestellt habe und wieder zum Leben erweckt werden solle. Diese wäre sicher nur als Ergänzung zur aktuellen Tagezeitung zu sehen und nicht als Konkurrenz, da jene einen anderen Aufgabenbereich abdecke. Die Wiedereinführung wäre eine sinnvolle Aufgabe für das «Stadtmarketing», hieß es.

Stadtrat Dieter Kannengießer wies nochmals auf den Antrag der Freien Wähler hinsichtlich einer «Plakatierverordnung» hin. Seinerzeit sei dieser nicht nur wegen Beeinträchtigungen des Ortsbildes, sondern auch wegen starker Sichtbehinderung im Straßenverkehr gestellt worden. «Außer Zusagen, diesen Antrag demnächst zu behandeln, hören wir hierzu leider nichts», so Kannengießer.

Nach Ansicht von Stadtrat Günter Schirmer verschlechtere sich demnächst durch die Umsiedlung des Lebensmittelmarktes Norma aus dem Innenstadtbereich die Einkaufssituation, vor allem für ältere Mitbürger. Bemängelt wurden auch im Kreis der Freien Wähler die divergierenden Ladenöffnungszeiten zwischen Innenstadt und Herto-Park. Gerade das wäre ein aktiver Beitrag zur sogenannten «Stadt voller Leben», meinten die Diskussionsteilnehmer.

Anschließend stellte sich das neue FW-Vorstandsmitglied Thomas Gallinger persönlich vor. Der 24-jährige angehende Personalfachwirt will sich besonders mit den Themen Jugend und Kultur einbringen.

Die Elternbeiratsvorsitzende der Pauline-Thoma-Schule, Sylvia Rothmayer, berichtete über das im letzten Treffen behandelte Thema «Kürzung der Lehrerstunden» im Bereich der Ganztagesschule. In der vor kurzem erfolgten Behandlung der Petition im Landtag gab es keine Signale zur Verbesserung des Zustandes. Abschließend bedankte sich Ortsvorsitzender Alfred Thunig mit dem Hinweis, dass nach den Sommerferien der letzte Schliff für das Kommunalwahlprogramm 2008 der Freien Wähler erfolgt.