Bericht im Mangfallboten vom 13.10.2007

Alfred Thunig jetzt offiziell nominiert

 

Einstimmig nominierte die Freie Wählervereinigung bei der Versammlung im Gasthaus Mareis ihren ersten Vorsitzenden Alfred Thunig zum Kandidaten für das Amt des Kolbermoorer Bürgermeisters.

Thunig ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Er arbeitet als Leiter der Aus- und Weiterbildung bei der Firma Kathrein.Vor der Wahl stellte Thunig seine Zukunftspläne für die Stadt vor: «Ich setze auf eine offensive Wirtschaftsförderung», sagte er. Es sei wichtig für die Stadt, vorhandene Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Gedanken machte sich Thunig auch über das Wohl der Familien. «Familien leben heute anders wie noch vor 15 Jahren. Oft arbeiten beide Elternteile. Darum müssen die Rahmenbedingungen der neuen Situation angepasst werden».

v.l. Ehrenvorsitzender Rainer Laukemper, Dr. Martin Geiger, Silvia u Alfred Thunig, Günter Schirmer, Claus Hardt, Dieter Kannengießer

So müsse die Wohnsituation für junge Familien besser werden, die ja meistens über weniger Geld verfügen würden. Außerdem sei die Kinderbetreuung ein wichtiges Thema: «Wir brauchen Krippen und ein Ganztagsschul-Konzept, das auch für Grundschulen gilt.»

Auch das Wohl der Senioren liegt Thunig am Herzen. «Es gibt immer mehr alte Menschen und in Kolbermoor haben wir auch schon einige sehr gute Angebote und Einrichtungen für sie», sagte er. Was für die ältere Generation in der Stadt fehle, seien aber Freizeitangebote. Vorstellen könne er sich auch Patenschaften von älteren Menschen mit jungen Familien: «Davon profitieren beide Seiten.»

Ein Dorn im Auge ist dem Kolbermoorer «der vernachlässigte Straßenbau.» Er bezeichnete den Zustand vieler Kolbermoorer Straßen als «Zumutung» und befürchtete dadurch sogar eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer: «Viele unserer Straßen gleichen Spinnennetzen aus Flickwerk. Das kann nicht sein. Ein gut erhaltenes Straßensystem ist für mich ein absolutes Muss.»

Ärgerlich sei auch die Müllproblematik. Die Wertstoffinseln würden einen Schandfleck für Kolbermoor darstellen. «Die Menschen müssen für dieses Problem sensibilisiert werden. Sie müssen den Mut haben, andere anzusprechen, die ihren Müll einfach so vor den Tonnen abladen.»

Eine Eislauffläche für Kolbermoor?

Außerdem sprach der Vorsitzende der Freien Wähler Kolbermoor noch über einige seiner Visionen, so etwa eine Eislauffläche für junge und alte Bewohner: «Bis jetzt ist das nur ein Traum, aber aus einem Traum kann Wirklichkeit werden.»

Danach hielt noch Dr. Martin Geiger, Ehrenvorsitzender der Freien Wähler und ehemaliger Wasserburger Bürgermeister, einen Vortrag über die Arbeit der Freien Wähler: «Wir machen nicht Werbung gegen andere, wir werben für uns. Wir wollen nicht bessere Demokraten sein, sondern gute.» wu